Nur wenige Menschen sind stark genug, um die Wahrheit zu sagen und die Wahrheit zu hören.
(Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues)



Quo vadis Wachtelhund

Diese Seite dient allein dazu meine persönlichen Erfahrungen und meine ureigene Meinung zum Thema Wachtelhund dar zu stellen. Es spiegelt weder die Meinung des Vereins wieder noch die aller oder einzelner Mitglieder und/oder Züchter. Es besteht die Möglichkeit das sich Leute durch meine Worte angegriffen fühlen, dann bitte, jeder kann Kontakt mit mir aufnehmen und wir klären das in einem Gespräch.

Intention - Beweggründe

Warum beschäftige ich mich eigentlich so sehr mit dem Thema IOCH / ED und dem Wachtelhund. Zum einen natürlich weil ich selber betroffen bin. Jeder mag ja seine ureigene Einstellung zum Hund haben und warum er diese hat. Das Indiana zu uns kam hatte in allererster Linie den Grund das wir einen Hund brauchten der scharf an Sauen jagen kann. Der Hund kam tatsächlich nur deswegen zu uns. Weil wir ihn gebraucht haben. Nun stellt er sich als unbrauchbar heraus. Hauptsächlich wegen seiner Erkrankung, aber nicht nur. Die andere Seite wäre ein erneutes Thema, aber das hat hier nichts zu suchen. Eventuell später mal an anderer Stelle. Ich hoffe zwar immer noch das ich micht täusche aber rosarote Brille abgezogen kann ich nur sagen, viele/einige Wachtelleute würde so einen Hund abgeben bzw. anderweitig e...........n. Das dies nicht der richtige Weg ist sollte jedem dem der Hund am Herzen liegt klar sein. Ein Hund ist KEINE Sache.

Wir behalten diesen Hund unter allen Umständen. Niemals würde ich damit leben können Indiana einem ungewissen Schicksal zu übergeben. Und wenn man Familie hat, dann kann man das schon allemal nicht machen weil man nicht nur als Einzelperson an dem Hund hängt. Wir können Indi ein Leben zukommen lassen das für ihn lebenswert ist. Hier kommt uns dann jetzt zugute dass er eben nicht die "typischen" Eigenschaften eines Wachtels mit sich bringt. Er hat sie, keine Frage, aber nicht in der Form wie es dem Standard entspricht. Wir können ihm gerecht werden, er kann ein glückliches und ausgefülltes Leben führen.

Es hätte alles anders kommen können wenn man mir nur auf minimalste Art und Weise Hilfe und Gehör geleistet hätte. Aber dies kam nie, von keiner Seite aus. Viele würden das als gegeben hinnehmen, ich tue sowas nicht. Ich hinterfrage, denke, forsche nach, usw... . Hätte man mir Infos und Unterstützung gegeben wäre ich vielleicht nicht auf die Idee gekommen weiter zu recherchieren. Heute kann ich nur sagen, gut das es so wahr.

Der Zufall brachte mich mit zwei Leuten zusammen die ebenso denken wie ich. Offener Austausch und klare Fakten. Nichts anderes!!! Ich könnte es fett drucken, aber es würden bestimmte Leute immer noch nicht kapieren. Mal eine ganz einfach Sache. Wenn man Hunde züchtet muss man nicht nur das Mindestmaß an Genetik kennen sondern noch etwas darüber hinaus. Man muss sich mit Krankheiten befassen, diese kennen und im möglichen Rahmen erforschen. Mann muss offen und ehrlich sein und vor allem sich selber reflektieren können. Die eigene Nachzucht objektiv beurteilten, die Welpenkäufer unterstützen und sehr stark ermutigen Krankheiten offiziell zu melden. Ebenso sollte man die sehr guten Eigenschaften seiner Hunde kennen und in Relation setzen. Wie schon mal gesagt, was aber wohl niemand liest, ich bewundere die Leute die Züchten und das mit den oben genannten Kriterien. Diese Leute haben einen sehr schweren Stand. All die anderen die nur darauf aus sind wie der Hund jagt und was für Noten er auf der Hasenspur erhält, die sollten sich besser nicht Züchter nennen. Mehr Worte dazu spare ich mir lieber. Auf das Niveau begebe ich mich nicht.

Nun gibt es tatsächlich noch Leute die weiterhin der Meinung sind das ED oder IOCH auf Haltung und Fütterung zurück zu führen sind. Liebe Leute....ihr meint doch nicht wirklich dass ihr mehr Wissen habt als studierte Fachleute auf diesem Gebiet die großflächig dazu forschen und Veröffentlichungen tätigen. Also wer das wirklich meint, dem ist nun gar nicht mehr zu helfen. *klopf* *klopf*....wer ist da?....dein Gehirn...einschalten bitte. *Sarkasmus an und aus* Es ist mittlerweile bewiesen dass ED / IOCH NICHT aufgrund Haltung und Fütterung entsteht. Hat ein Hund z.B. ein absolut lupenreines Ellbogengelenk, dann könnte man es trotz starker Belastung und ungenügender Fütterung nicht schaffen daraus eine ED zu produzieren. Hat ein Hund aber ein ererbtes schlechtes Gelenk, mit z.B. ED I, dann kann man sehr wohl durch falsche Belastung und Ernährung daraus eine ED II machen. Bei der IOCH sieht das etwas anders aus indem man nicht den Grad verändern kann. Der Spalt ist da. Vererbt. Dass er bei unserem Hund erst so spät in Erscheinung trat liegt sicher darin begründet dass er in seinem ersten Jagdjahr aufgrund seines Alters nicht häufig eingesetzt wurde. Im 2. Jagdjahr hatte er sich bereits nach wenigen Jagden einen Muskelfasserriss zugezogen und fiel für die ganze Saison aus. Im 3. Jagdjahr konnte er durchjagen und das Ergebnis war dass sich am Ende der Saison die nicht geschlossene Wachstumsfuge bemerkbar gemacht hat. Hätte sich Indiana im 2. Jagdjahr nicht verletzt und wäre voll bejagt worden, dann bin ich mir sicher dass sich die Probleme schon dann gezeigt hätten. Hier sammel ich aber noch die Erfahrungen anderer betroffener Halter zusammen.

Meine Intention ist ganz einfach zu verstehen. Wer meint das hier Züchter an den Pranger gestellt werden hat nichts verstanden. Darum geht es mir überhaupt nicht. Wer sich meint hier angesprochen zu fühlen sollte mal überdenken warum er sich angesprochen fühlt. Es geht um die einfache Tatsache dass sich die Krankheiten beim Wachtelhund extrem häufen. Hier reicht es nicht sich Dogbase anzusehen. Das Ding ist ganz nett, aber nur so nett wie man es Welpenkäufern "gestattet" die Erkrankungen ihrer Hunde zu melden. Zu benennen sei natürlich auch die andere Seite wo Züchter den Welpenkäufern sprichwörtlich hinterherlaufen um sie zum Röntgen zu bewegen. Auch das ist ein großes Manko, dass die Leute einfach nicht von sich aus bereit sind ihre Hunde zu röntgen.

In Dogbase sind z.B. nur 7 Hunde Stand August 2015 mit IOCH gemeldet. Wir haben aber schon 23 Hunde auf privatem Wege gefunden, mit Namen. Dazu noch weitere Hunde ohne Namen aus privater Anfrage an die größeren Tierkliniken in Deutschland. Wir haben 149 Tierkliniken angefragt. 36 davon haben geantwortet. Die Zahl beläuft sich auf knapp über 50 an IOCH operierte deutsche Wachtelhunde. Diese Zahlen sind durch die Emails der Tierkliniken belegbar. Hier müsste nun jedem deutlich klar werden dass irgendwo was nicht stimmen kann. Wieso werden diese Hunde nicht offiziell dem VDW gemeldet? Woran liegt das?

Mir persönlich geht es nur um Ehrlichkeit und Offenheit. Und hier kann mich jeder gerne ansprechen. Den Mut einfach mal offen zu reden. Tatsachen zu akzeptieren. Niemand wird an den Pranger gestellt. Keine Rasse wird schlecht geredet. Ich liebe meinen Hund sehr, sonst hätte ich das nicht alles für ihn getan. Ich liebe den Deutschen Wachtelhund, aber nicht so wie er jetzt ist. Jetzt....ich würde mir garantiert keinen holen. Woher denn auch? Augen aufmachen, selber nachforschen und ganz wichtig objektiv sein und nachdenken.

Wer meint mich jetzt oder in Zukunft diffamieren zu müssen, der sollte sich das mehr als zweimal überlegen. Nun mag es ja wieder Leute geben die das als aggressiv betrachten, aber wer genug Verstand hat wird nach dem Text erkennen um was es mir wirklich geht. Und auch die Tatsache erkennen dass ich nicht aufgeben werde. Ich kämpfe für den Deutschen Wachtelhund und für und mit den Züchtern die genau dies wollen. Einen "sau"guten Jagdhund mit festem Wesen und vor allem fester Gesundheit!

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Ich will ein Eis und schaukeln gehen

Ja, das wäre prima. So wie früher als man Kind war. Sich mit Schüppchen im Sandkasten gehauen hat und dann ein Eis isst und schaukeln geht. Ein Kindergarten ist das hier ohne Ende. Deshalb der Titel.

Indianas Diagnose der IOCH wurde nicht im Dogbase Update eingetragen. Ich dachte zuerst das wäre nur ein Fehler den man beheben kann. Eventuell Übermittlungsfehler der Daten, etc... . Nein, leider nicht. Es war Absicht. Es betrifft auch nicht nur meinen Hund sondern auch noch zwei weitere. Die Begründung dass diese nicht durch den Gutachter des VDW ausgewertet worden sind ist in meinen Augen einfach nur fadenscheinig. Wie sollte es auch dort ausgewertet werden??? Soll ich mit dem Hund extra dahin fahren? Einem Hund der vor Schmerzen nicht mehr laufen kann, sein Bein hängen lässt und vor sich hin vegetiert??? Und dann muss man sich sagen lassen dass man an Regularien arbeitet die bestimmen wie man mit solchen Hunden verfährt die zwar eine gesicherte Diagnose haben aber eben "fremdbestimmt"? Wie fremdbestimmt ist dann bitte der VDW wenn er da nicht weiter weiß?

Oh doch, er weiß weiter. Seit bereits einem halben Jahr soll ein kleiner Zuchtausschuss ein Regularium entwerfen indem bestimmt wird wie man mit solchen Hunden verfährt damit diese auch gesichert eingetragen werden. Wenn ich so arbeiten würde wäre ich längst gekündigt. Und dann sagt man mir...es geht nur um die Hunde. Natürlich geht es um die Hunde. Um was auch sonst? Mir sind Züchter "egal", da muss jeder für sich selber verantworten können was er macht, aber es kann nicht sein dass ein nicht geringer Teil der Hunde so ein Leid erfährt. Nun gut, es gibt auch andere Wege. Meine Mithilfe habe ich zu oft und zu gerne angeboten. Aber wer nicht will, dann hat er schon.

Ich gehe kein Eis essen und nach schaukeln ist mir auch nicht zumute.

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Nicht Eintragung der IOCH von Indiana ins Dogbase

Nun noch mal im Detail dazu. Mit dem Dogbase Update August 2015 war ich mir ja wie schon geschrieben sicher dass mein Hund drin steht. Ich war zutiefst erschüttert und sekunden später stinksauer das dem nicht so ist als ich mein Update bekam und es nicht nur vom Hörensagen wusste wie tags zuvor. Die Erkrankung mit allen Belegen wurde dem Zuchtbuchamt am 16.02.2015 zuerst telefonisch und abends schriftlich per Mail mit allen Unterlagen zugesandt. Am 25.02.2015 wurde dies von mir auch an die Stellvertreter des ZBA gesandt. Um den ganzen die Krone auf zu setzen wurde die IOCH noch nicht einmal ins interne Zuchtwartemodul eingetragen.

Auf meine Nachfrage, warum die IOCH meines Hundes nicht eingetragen wurde bekam ich die Antwort das man nicht wweiß wie man mit Hunden verfährt die nicht über den Gutachter des VDW ausgewertet wurden. Des Weiteren wurde benannt dass der kleine Zuchtausschuss ein Regularium entwerfen soll wo genau dies das Thema ist. Dann würde man den Entwurf auf der nächsten HV besprechen und vielleicht geht der Beschluss durch oder eben auch nicht.

DAS kann es nicht sein. Mal im Ernst. Dr. Kaiser in Braunschweig wo Indiana operiert wurde ist selber Gutachter für HD, ED und OCD einer anderen Rasse. Er ist nicht irgendein "Dorftierarzt" (man verzeihe mir die Wortwahl, damit ist nicht in Abrede gestellt das diese TÄ kein Wissen haben, ganz im Gegenteil).

Und wie kann es dann sein dass der Gutachter des VDW einen Hund mit IOCH auswertet, dann aber ein Obergutachten das nicht von dem offiziellen Gutachter des VDW stammt diese IOCH widerlegt und man dies direkt in der DWZ erscheinen lässt und auch in Dogbase??? Wer das versteht, den bitte ich dringed darum es mir zu erklären.

Nach erneutem Telefonat wurde von einer Person die in meinen Augen wirklich hinter der Sache steht mein Hund zumindest im Zuchtwartemodul eingetragen. Weiteres wird folgen. Dazu möchte ich heute nicht Stellung nehmen.

Wie soll ein Züchter auf der Suche nach einem Deckrüden denn vorgehen wenn solche Infos "verschwiegen" werden? Ein Wurfbruder meines Hunde hat ED II. Mein Hund hat IOCH. Ein weiterer Wurfbruder hat sich beim abendlichen Ausgang im Garten den Vorderlauf gebrochen. Dies wurde offiziell aber nicht gemeldet. Mir ist dies jedoch bekannt weil ich dort angerufen und nachgefragt habe. Das kann doch nicht sein. Hier rede ich nichts krank. Es sind Tatsachen. Und nicht nur bei meinem Hund. Es geht um all die anderen bei denen genauso verfahren wird. Wenn die Welpenkäufer dem Züchter/dem Verein nichts an die Hand geben und auch dran bleiben dass es eingetragen wird, dann muss man sich nicht wundern wohin der Weg führt.

Quo vadis Wachtelhund? Der Weg den er begeht, der ist verdammt nahe am Abgrund. Das mir dies einige (ich hoffe nicht viele) nicht glauben möchten....genau deswegen schreibe ich hier. Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf das ein Umdenken und Anerkennen der simplen Tatsachen stattfinden wird.

Abschließend ein schönes Zitat dazu:

Irgendwo weiß man ja zuunterst in der Seele meistens schon, wohin es geht, aber sehr oft macht der Hanswurst, den wir Ich nennen, einen solchen Lärm, dass die innere Stimme nicht hörbar ist.
(Marie-Louise von Franz)

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Indianas IOCH wird eingetragen

Nachdem Indiana Anfang September zumindest ins Zuchtwartemodul eingetragen wurde blieb ja immer noch die Tatsache bestehen dass man ihn weder in der DWZ noch ins Dogbase übernommen hatte. Eine Person hatte eine Idee und wir setzten diese um. Wir gingen den offiziellen Weg an dem niemand mehr etwas ändern kann/konnte. Ich ließ über die Tierklinik in Braunschweig alle Daten post OP und nach der OP sowie einen Bericht und den offiziellen ED Befundbogen an den Gutachter des VDW schicken. Dieser wertete alle Aufnahmen aus und kam natürlich zu der Feststellung dass der Hund IOCH hat. Über diesen "offiziellen" Weg, der natürlich mal wieder Kosten verursacht hat die nicht hätten sein müssen, wird Indiana nun in der nächsten DWZ mit seinem Befund erscheinen sowie ins Dogbase eingetragen werden.

Damit anderen dieser Umweg und die zusätzlichen Kosten erspart bleiben muss an einer Lösung gearbeitet werden. Entsprechende Vorschläge werde ich natürlich an die zuständigen Stellen übermitteln. Ich bin nur froh dass es geklappt hat und die Erkrankung somit allen zugänglich gemacht wird.

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Es ist offiziell

Heute in der Post war das offiziell abgestempelte und unterschriebene Gutachten über die IOCH. Und damit es auch jeder lesen kann:
IOCH_Gutachten.jpg

Da dies nun geschafft ist kann ich mich den weiteren Zielen widmen.

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DWZ und Co.

Es wird Zeit wieder etwas aktiver zu werden. Da ja weiterhin keine gemeinsame Arbeit gewünscht wird und wenn doch dann aber nur mit der Anmerkung.....das braucht alles gaaaanz viel Zeit und die Mühlen mahlen halt langsam....im Ernst. Jeder von uns der einem normalen Job nachgeht weiß doch genau dass es bei so einer Einstellung seine Papiere abholen und gehen kann. Wenn ich mich in einem Amt engagiere dann sollte ich das auch so führen als ob ich dafür bezahlt werde und es meinen Lebensunterhalt sichert. Das ist aber nur meine persönliche Einstellung. Nun aber zur DWZ der vergangenen Zeit.

Nachdem ich nun die letzten drei Ausgaben der DWZ genießen konnte, *Sarkasmus on* teils mit Tränen in den Augen vor lauter Lachen und gleichzeitiger Fassungslosigkeit *Sarkasmus off*, muss ich dazu dann doch meine Meinung kundtun.

Beginnen wir mit Heft 9. Das dort abgedruckte Editorial...."insider wissen dass es damit einen Vorgänger gab". Aber bleiben wir bei dem dort gedruckten. Obwohl ich mir den Schuh mit dem Wort Chatroom-Kynologe nicht anziehe muss ich für die, die es evtl betreffen sollte mal in die Bresche springen bzw. dem Verfasser des Leserbriefes in der DWZ 10/11 absolut Recht geben…."Chatroom-Kynologen können womöglich mehr Fachkenntnisse haben als ein Funktionär unseres Zuchtvereines, ……". Es gibt Leute die sich mit gewissen Thematiken befassen und sich dort so intensiv einarbeiten dass sie sich ein Wissen aneignen wovon andere nur profitieren könnten. Man muss kein Züchter sein um sich mit Genetik zu befassen. Es gibt Leute die machen dies weil sie Freude an der Thematik an sich haben. Ein Beispiel hierzu: Ich bin keine studierte Tiermedizinerin, aber da wir 20 Tiere diverser Arten unser eigen nennen habe ich mich über die Maßen hinaus mit den medizinischen Eigenarten der verschiedenen Tierarten beschäftigt. Dabei war mir unsere TÄ immer eine große Hilfe. Die mich deswegen aber noch lange nicht als Möchtegern-Tierärztin bezeichnet. Mein Wissen was ich mir hier angeeignet habe resultiert aus meinem persönlichen Interesser heraus da ich die Tiermedizin überaus interessant finde und für meine Tiere nur das Beste möchte. Dann habe ich im Wachtelhundforum einen tollen Thread über Farbvererbung gefunden und komplett gelesen. Die Verfasserin des Threads und auch andere dort haben sich aus eigenem Interesse über das Normale hinaus mit der Thematik befasst. Ich finde sowas absolut lobenswert.

Kurz zu den Begrifflichkeiten die scheinbar so einige nicht kennen. Chatroom.....das ist was völlig "veraltetes" und sicher nicht das Medium was hier ursprünglich gemeint war. Ein Chatroom ist eine Plattform bei der die schreibenden gleichzeitig anwesend sind und gleichzeitig abwechselnd schreiben und lesen.

Ein Forum ist ein Platz wo sich Gleichgesinnte austauschen, diskutieren, Fragen stellen können, etc. ohne gleichzeitig anwesend zu sein. Einer stellt eine Frage und alle können antworten. In jedem Forum gibt es Moderatoren die prüfen ob die Beiträge der Nettikette ensprechen und Administratoren die für das Forum an sich zuständig sind, teilweise sind diese auch gleichzeitig Inhaber dieses Forums.

Ein Blog oder auch Weblog ist eine Art Tagebuch wo Leute ihre privaten Dinge posten und man dazu Kommentare abgeben kann die aber vorher vom Eigentümer des Blogs freigeschaltet werden müssen.

Zuguterletzt gibt es noch die Social Networks wie Facebook und Co.

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Das Urheberrecht umfasst den Schutz jedes Werkes aus eigener geistiger Schöpfung, wobei sowohl bei Texten wie auch bei Bildern, etc. das jeweilige Niveau nicht ausschlaggebend ist für den Wert einer Schöpfung und damit seiner Schutzwürdigkeit. Die Schöpfungshöhe ist hier der Maßstab, die sich an Dingen wie der individuellen Gedankenführung, Individualität, Phantasie und Gestaltungskraft orientiert. Bei Fotos, egal wie gut oder schlecht sie auch sein mögen ist die Schöpfungshöhe bereits mit dem drücken des Auslösers erreicht und das Urheberrecht gesetzt. Bei Texten in Foren ist das schon etwas schwieriger. Wenn man mit "hey, das ist ja super, ich freue mich für Euch, Danke für Deine Anregung, etc... antwortet dann ist das sicher keine nötige Schöpfungshöhe die einen Schutz gewährt, aber bei Texten die deutlich erkennbar darüber hinaus gehen und einen Inhalt haben mit der individuellen Meinung des Verfassers, dann ist die Schöpfungshöhre sehr schnell erreicht und damit auch das Urheberrecht. Wenn nun jemand hergeht und kopiert sowas und leitet es weiter und dann wird das noch verwendet, dann machen sich einige Personen strafbar.

Nur so als kleiner Hinweis für die Zukunft. Man soll ja nicht nickelig sein, aber mit Anwälten in der eigenen Familie bekommt man halt so einiges mit ;-)

Zurück zum Ursprung. Heft 9. Eigenständige Recherchen von selbsternannten Genetikern. Holla, da könnte ich dann doch ansetzen, denn hier ist ganz klar wer gemeint ist. Aber das ist es nicht wert sich um sowas noch anwaltlich zu streiten. Lachen und vergessen. Eins nur dazu. Jedem Menschen steht es frei die Initiative zu ergreifen wenn man vor eine Wand rennt. Soll ich wirklich alles aufzählen an Telefonaten und Co. ohne dass einem auch nur annähernd mal zugehört worden ist???? Nein! Damals als ich die Diagnose IOCH bekam bedankte man sich und das wars. Auf Nachfragen bei z.B. einer Person ob weitere Fälle bekannt sind wurde mir frech ins Gesicht gelogen. Dies ist belegbar durch Mail-Verkehr. Aber auch hier habe ich keine Lust dem rechtlich nach zu gehen. Das ist NICHT mein Anliegen. Mir z.B. blieb keine andere Wahl als selber tätig zu werden. Schlimm? Ich denke nicht wenn man sich das weitere Geschehen anschaut. Und man sollte mal überlegen dass ohne unser rumwettern in diese Richtung es doch gar nicht soweit gekommen wäre dass sich nun plötzlich scheinbar jeder für das Thema IOCH interessiert, bzw. Verleumdungen in den Raum stellt man wolle die Rasse krank reden. Immer schön vorsichtig sein. Frau sammelt gerne....

Und wieso stehen wir bei der Aufarbeitung der IOCH noch am Anfang laut Heft 9???? 2002 wurde bereits eine größere Untersuchung in Auftrag gegeben bei der TiHo Hannover. Wir haben Stand heute 2016. Braucht man 14 Jahre dafür um so gar nicht voran zu schreiten? Auch wenn ich den ersten langen Zeilen des Leserbriefes der DWZ Heft 12 so mal gar nichts abgewinnen kann, muss ich der Frage (die ich seit Februar ständig stelle) zustimmen. Warum wurde nie etwas veröffentlich und warum wurden keine betroffenen Hunde eingetragen. Ebenso stimme ich der Vermutung das mit betroffenen Hunde weiter gezüchtet wurde zu 100% zu. Ich habe mit Leuten gesprochen die direkt an der "Studie" damals beteiligt waren und ich weiß an wen die Ergebnisse übermittelt worden sind. Den Namen darf ich hier öffentlich aber leider nicht nennen. Zudem stimmt die Prozentanzahl der genannten Hunde nicht. Denn hierbei wurde übersehen dass es nicht nur um IOCH ging sondern auch auf ED untersucht wurde! Der Grund zur Beendigung der Studie seitens des VDW damals stimmt ebenfalls nicht. Aber leider kommt der Vorstand immer noch nicht aus den Hufen und fordert diese Unterlagen an. Dabei ist es ganz einfach, denn sie stehen zur Verfügung. Was ich dem Vorstand auch mehrfach mitgeteilt habe. Ebenso ist man an einer erneuten Zusammenarbeit in Bezug auf die IOCH interessiert. Was wohl eher einseitig ist wie es mir scheint. Die "Weichen" habe ich gestellt, aber Interesse hat seitens des Vereins wohl keiner. Da steht in Heft 9 "es tut sich immer nur dann etwas, wenn die Verantwortlichen etwas tun". Sie tun aber nichts und was bitte soll man dann als Wachtelliebhaber und Verfechter der Rasse tun? Still sitzen und schweigen und brav warten? Nein!

In Heft 10/11 schreibt der Verfasser eines Leserbriefes…."Jeder Züchter kann erst einmal nur so viel leisten, wie es das Ausgangsmaterial hergibt". Absolut korrekt. Ich habe ausführlich über das hick hack in Bezug auf unseren Wachtelhund und die Veröffentlichung der IOCH auf meinen Seiten hingewiesen und darüber hinaus natürlich ständig den betreffenden Teil des Vorstands des VDW. Erst 8 Monate später wurde seine Diagnose eingetragen und somit öffentlich zugänglich. Kleine Anekdote aber noch in Bezug darauf. Protokoll der LG Hessen vom 7.6.2015. Öffentlich auf derern HP zu lesen für jedermann. Da wollte doch der Berichtgebende Zuchtwart gerne wissen wer denn solche Behauptungen aufstellt laut einer Mail von Mai 2015 das 2 in Hessen gezogene Hunde den Verdacht der IOCH haben. LEUTE!!!! ehrlich mal. Ich habe einen schriftlichen Beleg indem ich dem Züchter meines Hundes am 16.02.2015 um 20.40 Uhr über die gesicherte IOCH Diagnose meines Hundes informiert habe und nicht annähernd einen Verdacht. Und der Anstand gebührt das man sich bei so einer Info meldet. Ich habe hier keine Bringschuld!

Zurück zum Leserbrief Heft 12. Frage ich mich aber allen Ernstes wenn jemand selber mit 2 Hunden an der Untersuchung 2002 teilgenommen hat und bis heute keine Ergebnisse hat……14 Jahre danach…. Hat man 14 Jahre lang versucht daran zu kommen ohne Erfolg oder kommt das grad erst hoch weil es jetzt aktuell so ein heisses Thema ist? Schon seltsam.

Als Abschluss der sehr schöne Satz aus Heft 10/11 des sehr guten Leserbriefs…."Verbinden, wenn wir füreinander Verständnis haben, trennen, wenn wir uns über andere erheben." Wir "kleinen" Mitglieder mit Engagement sind machtlos wenn kein Verständnis für uns hat und sich andere über uns erheben. Nur weil die einen Namen haben der zählt und sagt was zu gehen hat.

Ich erwarte von einem Verein dass er auch auf seine Mitglieder zugeht und sie anhört. Nicht nur andersrum. Das Vorschläge / Angebot zur ehrenamtlichen Mitarbeit ernst genommen und nicht abgetan werden. Das man in erster Linie offen und ehrlich miteinander umgeht. Das man keine Veranstaltungen aus dem Boden stampft die offensichtlich nur Werbezüge für Stimmen sind für die nächste HV wo doch im Ursprung mal angedacht war sich im kleinen Kreis zusammen zu setzen und die Dinge zu klären, etc….. Es ist zu viel erwartet, das ist mir klar, aber es geht dennoch in kleinen Schritten weiter. Wir machen weiter. Für den Wachtelhund! Nicht für die Animositäten der Leute dahinter. Es geht hier um den HUND! Um den Erhalt seiner speziellen Fähigkeiten einhergehend mit seiner Gesundheit. Jetzt könnte man auch wieder süffisant sagen, was regt die sich so auf, ihr Hund hat doch scheinbar keine Probleme mehr. Stimmt augenscheinlich, das 2. Kontroll-Röntgen wird es dann zeigen, aber unser Hund ist eine Ausnahme! Bei den meisten Hunden hält die Schraube nicht. Nach Recherchen. Privater Natur natürlich denn sonst würde man nichts in Erfahrung bringen. Auch hier hatte ich mehrfach angeboten mit zu helfen aber auch das wurde nicht gewollt. Lieber eine allgemeine Gesundheitsumfrage starten als gezielt die Leute anzusprechen die Probleme haben.

Zum Abschluss noch eine Frage an die Leser die ich auch beizeiten gerne mal betroffenen Personen stellen werde. Im Gespräch mit vielen verschiedenen Leuten hörte ich im letzten Jahr immer Sätze wie… kennst Du etwa die Bahnstrecke Reinhardswald - Harz nicht? Nein, kenne ich nicht, ich fahre keinen Zug. Des Weiteren wurden öfters "Unterstellungen" geäußert dass es Leute geben soll die ihre Hunde einfach erschießen weil sie krank sind, etc…. . Nach wie vor bin ich entsetzt über so etwas und hoffe nur dass mir so ein Fall nicht mal als klarer Beweis unter die Hände gerät. Ich hoffe sogar eher dass solche Äußerungen auf Hirngespinsten basieren und nicht der Realität entsprechen. Provokant habe ich mal eine dieser Äußerungen gestellt und es rollte eine Lawine. Schon seltsam....aber das ist eine Baustelle die ich momentan nicht angehen möchte.

Mein erstes persönliches Anliegen, die IOCH meines Hundes bekannt zu machen ist ja nun gelungen. Da musste ich vorerst egoistisch sein und nur die Diagnose meines Hundes sehen. Da dies geschafft geht es nun weiter. Ohne Hilfe von außerhalb wird es meiner Meinung nach aber nicht gehen. Es wird sich was tun. Wir geben immer noch nicht auf!

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Ende der Berichterstattung

Die Berichterstattung hier findet nun ein Ende. Warum? „Auge um Auge, Zahn um Zahn“... so hieß es mal, aber ein weiser Mann schrieb in weiter Vergangenheit etwas in der Art wie: Man soll nicht nur darauf verzichten, dass einem Gleiches mit Gleichem vergolten wird, sondern man soll auch noch die andere Wange hinhalten. Man soll dem, der einen angreift und/oder der einem Böses will, offen begegnen, ohne zurückschlagen zu wollen.

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