Ich stehe mit beiden Beinen fest in den Wolken. (Woody Allen)



Aaron


Training mit Aaron


Hier berichte ich über das Training mit Aaron. Einmal die Woche gehen wir auf einen Hundeplatz, den Rest der Zeit üben wir alleine. Wie auf jedem Hundeplatz üblich wird für eine BHP geübt, desweiteren trainieren wir auch Obedience.

Ob ich tatsächlich jemals eine BHP mit Aaron mache sei dahingestellt (kleine Änderung siehe unten). Dem Hund bedeutet es rein gar nichts. Und es ist auch kein Kriterium einer bestandenen BHP das der Hund alltagstauglich ist, sondern nur ein Muss für die Teilnahme an Wettkämpfen. Aaron wird bald 9 Jahre und hat sein Leben bislang gut ohne BHP und Wettkämpfe gemeistert :-)).

Viel wichtiger, meiner Meinung nach, ist es, das der Hund sich im alltäglichen Leben zurecht findet, gehorcht, man sich auf ihn verlassen kann und gemeinsam Dinge erarbeitet. Das der Hund von Kopf und Körper her ausgelastet ist und nicht tägliche Langeweile und ein paar Runden durch den Wald sein Leben bestimmen.

3 Fotos


Aaron
beim
üben


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Dummytraining


Dummytraining ist allerdings unsere große Leidenschaft und das gibt es 2-3 mal in der Woche in kleinen Einheiten. Es ist schwer Leute zu finden die einen mitmachen lassen, deshalb übe ich mit Aaron alleine. Was uns sehr viel Spaß macht und nur das zählt.

Was ist Dummytraining überhaupt?

Geläufig ist der Begriff eher den Haltern von Retrievern. Diese Rasse wurde speziell darauf gezüchtet bei der Jagd die Arbeit nach dem Schuß zu leisten und das erlegte Tier (Niederwild) zu apportieren. Anstelle von Wild benutzt man zum Training die sogenannten Dummy´s. Das sind gefüllte Leinensäckchen mit einem Standardgewicht von 500g. Es gibt sie auch als Welpendummy 250g und als größeres zu 1kg. Zudem in verschiedenen Farben, mit Fellbesatz oder ohne, etc.

Das Dummytraining bietet dem Hund also einen Ersatz für die richtige Jagd. Uns hat es zum Beispiel sehr geholfen den Jagdtrieb "einzudämmen" weil Aaron es mit Dummy´s "ausleben" kann. Desweiteren fördert dieses Training die Bildung des Teams Mensch-Hund. Gleichzeitig wird die Bindung zum Hund gefestigt, ebenso das Handling auf Entfernung. Gemeinsames arbeiten und lernen macht eben Spaß :-)

Aaron
beim
Dummy
Training


Voraussetzungen:

Jeder Hund ist dafür geeignet, die einzige Voraussetzung ist, er muss gerne apportieren. Von Vorteil ist es wenn der Hund seine Nase gerne einsetzt. Ein gewisser Grundgehorsam ist ebenfalls nötig sowie die sogenannte Steadiness. Damit ist ruhiges Verhalten des Hundes bei der Arbeit gemeint, kein fiepen oder bellen oder jaulen. Dies sind alles Sachen die man sich erarbeiten kann.

Inhalt:

Man kann das Dummytraining grob in 3 Sparten einteilen:

  1. Markieren
  2. Einweisen
  3. Suche
von denen jede noch weitere Unterkategorien enthält. Nun liest sich das ganze recht einfach, aber das ist es nicht, sondern eine sehr anspruchsvolle Arbeit für den Hund. Es gibt eine Vielzahl von Übungsmöglichkeiten die man kombinieren und vielfältig abwandeln kann.

Sehr gute Bücher zu diesem Thema sind folgende:


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Dummyseminar am 28.04.2007 mit Karel van Loo


Bei wunderschönem Sonnenschein fanden wir uns morgens um 9 Uhr in Düren wieder.

Vom Seminar habe ich wieder sehr viel für mich mitgenommen. Auch wenn ich einiges nicht mehr mit Aaron umsetzen kann, da er es bereits anders gelernt hat beir mir, so wird es für den irgendwann mal kommenen Welpen von Nütze sein.

Viel erzählt hat er uns über die Basis, das Handling des Hundes. Verglichen mit einem hohen Haus das man bauen möchte...nur wenn die Grundmauern feste stehen kann nichts von oben herab einstürzen.

Dazu gab es viele Übungen, beginnend mit Leinenführigkeit. Weiter ging es mit Dummy´s. Voran schicken, Walk up (zu zweit), Steadynes Übungen, Einweisen, Back schicken, rechts-links schicken, Haltetraining und sicher noch ein paar Dinge die ich vergessen habe. Es war so viel an Infos, das muss ich erstmal sickern lassen.

Für mich ist er ein sehr guter Hundekenner. Beim Thema Leinenführigkeit-Fußfolge hat er jedem Halter den Hund entführt und es vorgemacht. Es war schon erstaunlich wie die Hunde bei ihm ein ganz tolles Fuß liefen. Als er zu mir kam sagte er als erstes, ich sehe sofort das dein Hund nicht mit mir gehen möchte. Er knuffelte Aaron und wir probierten es dennoch. Aaron mochte so gar nicht, aber es klappte dann doch etwas, wenigstens für 3 Sekunden. Als er dann wieder bei mir war, wollte Aaron auf den Arm und ich habe einige blaue Flecken und Ratscher von seinen Krallen.

Was ich ganz super fand war die Sache mit dem schießen. Aaron ist nicht schussfest, er war es mal aber seitdem er zu Sylvester vor etlichen Jahren eine Böller direkt vor die Nase bekam ist es damit leider vorbei. Ich bin auch nicht Schußfest muss ich sagen, ich bekomm jedesmal einen Herzklabaster wenn es knallt. Ich habe es nicht mitbekommen das nun geschossen wird, weil ich gerade den Hund neben mir fotografiert hatte. Es knallte und Aaron und ich fuhren gemeinsam in die Höhe. Dann folgte zugleich der zweite Schuss und mein schwarzer zitterte am ganzen Körper, Augen aufgerissen, Rute eingeklemmt und dann muss auch ich mal den Spruch lassen....das hat er ja noch nie getan...denn Aaron wollte weglaufen. Bloß runter vom Platz. Ich konnte ihn nur halten indem ich ihm unter die Hinterläufe griff. Dann kam aber Karel an und half mir. Das fand ich so nett. Er griff in Aaron´s Leine und nahm ihn mit. Dann sagte er zu mir ich sollte hierbleiben und nicht mit ihm weggehen und ich sollte ihn nicht mehr anfassen und nur cool neben ihm stehen. Glaubt mir, in dem Moment hatte ich echt mit meinen Tränen zu kämpfen. Weil es mir für Aaron so leid tat, er war wirklich außer sich und so habe ich ihn noch nie zittern gesehen.

Dann waren wir dran, Walk up zu zweit. Das Dummy für den einen Hund nebe mir wurde beschossen, meins nur geworfen. Er meinte der eine Schuss muss sein, damit Aaron sieht das ist das Dummy. Und was soll ich sagen, mein zitternder vor Angst gestresster Hund rannte auf mein "voran" hin zu dem Dummy und brachte es mir. Okay, er wollte zuerst mit dem Dummy vom Platz düsen, aber ich konnte ich zurück rufen und er gab es mir. Eigentlich wäre noch eine Übung mit Schuss dran gewesen, die hat er aber aus Rücksicht auf Aaron nicht mehr gemacht, sondern nur das übliche *brrrbrrr*.

Aaron hat sich nur kurze Zeit danach wieder völlig berappelt, wohl auch weil ich mich an die Anweisungen von ihm gehalten hatte und Aaron nicht mehr anfasste oder mit ihm redete. Ansonsten fand ich meinen schwarzen Mischling gar nicht so übel. Er hat sich allerdings stellenweise sehr gelangweilt weil es Dinge waren die er bereits kannte und es nicht so einsah die auf so eine kurze Distanz zu vollführen.

Und wir haben noch was geschafft. Bei unserem letzten Seminar mit Petra hat Aaron noch die Angewohheit gehabt fremde Dummy´s nicht aufzunehmen. Wir übten daran und der erste Erfolg war in Berlin als wie da mittrainieren durften. Und bei dem Seminar jetzt hat er ohne wenn und aber jedes Dummy angenommen.

Interessant war auch die Übung mit dem ranrufen des Hundes indem wir diesem den Rücken zudrehen. Er also unser Gesicht und Arme, Gestik-Mimik, nicht sehen konnte. Da wurde mir wieder bewußt das ich mit Jamie dies perfekt beherrsche und mit Aaron nicht. Weil ich mit beiden unterschiedlich übe. Mit einem blinden Hund ist es da doch einfacher und vielleicht sollte ich es nun immer so handhaben als ob mich Aaron auch nicht sehen könnte.

In den Pausen war er jederzeit für Gespräche da, hat auch über seine Hunde erzählt. Was er für Training macht, etc... Und es gab einiges zum shoppen. Habe nun ein ganz tolles Pfeifenband und ne orangene Moxon für Aaron. Die liebe Iris hat mir für Jamie eine in Kaffebraun-Sahara geschenkt. *knutsch* die Leine ist super und sieht an Jamie echt très chic aus.



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Fotos zum Dummyseminar am 28.04.2007


Auf folgenden Link klicken und die Fotos erscheinen im separaten Fenster. Danke an meine liebe Freundin Iris die diese Fotos gemacht hat.

FOTOS

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BHP am 3.10.2007


Ein Hund ist nie zu alt um mit ihm etwas Neues zu beginnen. So haben wir vor einem Jahr begonnen uns für Obedience zu interessieren (wie weiter oben geschrieben). Eigentlich wollte ich mit Aaron keine BHP laufen. Er ist schon fast 9 und ihn interessiert das Dummytraining einfach mehr. Solidarisch mit Jamie musste er aber heute auch starten. Mit Aaron zwar ich als zweiter Starter dran. Der Witzbold stand in der Ablage auf legte sich dann aber wieder hin. Mit seinen 9 Jahren hatte er bei der UO nicht mehr so die Böcke, meinte er doch, kann ich schon alles. Die Richterin meinte aber am Ende, sehr gute Leistung. Uff und BESTANDEN

Fotos findet man hier--->KLICK aufs Foto:


Ergänzungen folgen...